Danke für gute wege ![]()
den werd ich denke ich bald mal ausprobieren.
Freun mich schon drauf.
Hermeskeil – Erbeskopf – Idar-Oberstein
Der Chef des von mir gewählten, empfehlenswerten Hotels in Kell am See riet mir von Hermeskeil nicht über Birkenfeld zum Nahe-Radweg fahren. Viel schöner, gut zu fahren und auch nicht anstrengender sei die Strecke über den Erbeskopf (höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz) nach Idar-Oberstein. Ein sehr, sehr guter Tipp! Da die Ausschilderung der Strecke ein paar Tücken aufweist hier für alle, die die Strecke nachfahren wollen, die Beschreibung ab Kell am See:
· auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg Richtung Hermeskeil
· NICHT dem ersten, etwas verstecktem Schild nach Thiergarten folgen, sondern bis zum Radweg-Ende am Bahnhof fahren
· ab hier weiter der Ausschilderung Richtung Thiergarten folgen
· es geht steil bergauf Richtung Hermeskeil-Zentrum, nach der Steigung weiter als Geisterfahrer durch eine Einbahnstraße und dann durch die Fussgängerzone (sic!)
· am Ende der Fussgängerzone über die Fußgänger-Ampel und links in die Straße Richtung Damflos
· auf der Straße bis Damflos fahren und dabei alle Schilder zwischendurch ignorieren; NICHT im Gewerbegebiet nach links abbiegen und NICHT am Abzweig im Wald in den furchtbar schlechten Waldweg fahren
· ab Damflos weiter auf der ruhigen Landstraße den Radweg-Schildern Richtung Thiergarten und Hermeskeil (sic!) folgen
· ca. 1,8 km hinter Damflos zweigt nach rechts eine ausgeschilderte Radroute nach Birkenfeld und Börfink ab
· hier beginnt der schweisstreibende Teil der Strecke: es geht 3,5 km bei gleichmäßig ca. 6% Steigung auf einem nicht gut asphaltierten Weg durch schöne Waldlanschaft bergan
· oben auf dem Kamm nach links und NICHT der Ausschilderung nach Birkenfeld und Börfink direkt wieder nach rechts folgen
· auf diesem sehr schönen, einsamen, glatt asphaltierten Weg auf dem Kamm weiter durch den Wald im leichten Hoch und Runter bis zum Ende fahren
· hier nach links und die letzten 20 Höhenmeter leicht ansteigend auf der schmalen Straße bewältigen
· Gesamtstrecke von Kell am See bis zum Gipfel: ca. 36 km
· auf der Strasse zurück bergab und am Ende rechts
· immer weiter abwärts auf der B422 bis Idar-Oberstein
Um keine falschen Erwartungen zu schüren: Nur wg. des Erbeskopfes lohnt sich diese Fahrt nicht. Da oben ist es alles andere als schön (lärmende Radarstation der Bundeswehr, großer Parkplatz) und man hat wg. der hohen Bäume trotz Aussichtsturm keinen Fernblick. Hier ist der Weg der Star, nicht das Ziel.
In umgekehrter Richtung als Verbindung von der Nahe zum Ruwer-Hochwald-Radweg kann ich diese Strecke nicht empfehlen. Der Anstieg auf der recht stark befahrenen B422 (Radweg erst auf den letzten Kilometern) von Idar-Oberstein auf den Erbeskopf ist lang und zeitweise kräftig. Auf der Abfahrt vom Bergkamm ins Primstal Richtung Hermeskeil müsste man dauernd in der Bremse stehen, weil der Asphalt auf dem o.g. Weg für die geringen Geschwindigkeiten aufwärts noch akzeptabel ist, für eine Schußfahrt abwärts aber keinesfalls. Besser ist es vermutlich den Naheradweg bis zur Quelle zu fahren und dann das Primstal aufwärts über Nonnweiler bis Hermeskeil zu radeln (Strecke ist ausgeschildert).
den ganz sicher auch ![]()
Ruwer-Hochwald-Radweg Trier-Ruwer – Kell am See – Hermeskeil
Wieso hat noch niemand hier im Forum von diesem Kleinod berichtet? Dieser Radweg ist echt spitze! Leicht aufwärts auf einer babypopoglatt asphaltierten ehemaligen Bahnstrecke geht es in den Hunsrück. Fast immer fernab von Strassen und dessen Lärm, zeitw. sogar als einziger Weg im wild-romatischen Ruwertal. Man durchquert ausgedehnten Wald, es gibt aber vor allem im „oberen“ Teil des Weges auch schöne Möglichkeiten den Blick in die Landschaft schweifen zu lassen. Nette Rastplätze mit Tischen und Bänken haben die Macher ebensowenig vergessen wie Hinweistafeln in der Nähe von Ortschaften, die im mittleren Abschnitt etwas abseits des Radwegs liegen, was zum „einsamen“ Eindruck viel beiträgt. Ich bin den Weg spät nachmittags an einem Donnerstag bis Kell am See gefahren, außer zwei Handvoll anderer Radfahrer, meist auf Rennrädern, war nichts los: „Oh, wie ist das schön ….“ Vielen Dank auch noch wg. der Unterstützung durch die Touristen-Info in Kasel, die direkt am Weg liegt.
Weil den gibts noch gar nich so lange ![]()
Das war die ehemalige Bahntrasse.
So, dann schau ich mal weiter, vieleicht find ich bei euch ja noch einen Weg nach Bingen ![]()
Bist bestimmt ein toller Weg.
Grüße

